Das Mädchen auf dem Foto bin ich, Alejandra Martin im Alter von 10 Jahren. Heute, 16 Jahre später, habe ich zwar einiges gelernt und viel an Erfahrung dazu gewonnen, aber die Neugierde, die Offenheit für Neues und die Begeisterungsfähigkeit der kleinen Alejandra sind immer noch in mir. 

 

In meine Familie gibt es keine Musiker. Aber meine Musiklehrer an der Schule erkannten in mir wohl eine besondere Begabung für Musik und haben mich folglich unterstützt und gefördert. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar.

 

Mit acht Jahren besuchte ich erstmals Unterricht in einer Musikschule. Da begann auch meine Liebesbeziehung zur Bratsche. Wie bei fast allen Kindern war auch bei mir aller Anfang schwer. Die nötige Disziplin und das regelmässige Üben empfand ich eher als Pflicht, denn als Lust. Aber mit der Zeit und motivierenden Fortschritten wurde die Musik mehr und mehr ein Teil meines Lebens. Heute sind diese Jahre für mich voller schöner Erinnerungen, die ich keinesfalls missen möchte.

 

Mit drei Kolleginnen gründetet ist das Kaiser Quartett, ein Streichquartett. Wir hatten an der Bearbeitung des klassischen Quartett-Repertoires viel Freude und waren entsprechend erfolgreich. Wir gewannen zwei Förderpreise für junge Musikerinnen und Musiker und gaben viele Konzerte in ganz Spanien. Ein weiterer Höhepunkt war das Engagement als Solistin mit Orchester bei einem Telemann Konzert. Als Mitglied des Jugendorchesters von Castilla y León (JOSCYL) bin ich viel gereist und lernte viele professionelle Kollegen und Kolleginnen kennen.

 

In zahlreichen Masterklassen habe ich meinen musikalischen Horizont erweitert und die Erfahrungen haben mich, auf meinem Weg zur Beherrschung meines Instrumentes, weiter gebracht. Unter anderen war ich bei Maxym Rysanov, Jose Manuel Román Macero, Nils Moenkemeyer, Josep Puchades, Jonathan Brown, Wolfram Christ und Silvia Simionescu.