„Ich habe bemerkt , dass ich mich einfach ohne Erwartungen hinsetzen und mich überraschen lassen kann. Sonst weiss ich ja immer, was mich an einem Konzert erwartet, z.B. das „La donna ideale“ war eine Art Kunsthappening, aber mit einer Aussage“ (Konzertbesucher, 78).

„...runde und „stimmige“ Performance.                                                                       Erstaunlich wie politisch und ausdrucksstark Musik sein kann“ (Konzertbesucherin, 34)

„ surprenant, étonnant, émouvant, inspirant!“ (Konzertbesucherin, 65)

„Ist schon nicht das, was man jeden Tag hört. Aber ich finde, was ihr macht, ist auch mehr als nur „hören“. Da werden viel mehr Sinne angesprochen und das ganze Produkt ist ein Erlebnis“ (Konzertbesucherin, 25)

Spielen damit, zerbrechen daran oder neu zusammensetzen? In meiner Musik-Performance "La donna ideale" machen wir uns lustvoll hinter Traditionen, Rituale, Rollen und Überlieferungen. Die Dramaturgie dieser Performance ist anhand eines alten genuesischen Gedichts aufgebaut. Der italienische Komponist Luciano Berio hat dieses Gedicht in seiner Liedersammlung Folks Songsvertont. Volkslieder repräsentieren allgemeines soziales Wissen, welches durch mündliche Tradition über Jahrhunderte an kommende Generationen weitergegeben wurde. Deshalb bin ich überzeugt davon, dass wir Stellung nehmen zu unseren eigenen europäischen Traditionen und Sitten indem wir auf den Inhalt dieses Gedichts reagieren.  Die von mir zusammengestellte Musik für die Performance stellt eine Reflexion dar, was eine „Donna ideale“ sein könnte.


  „Little by little, music gave me an identity, all mine, not just somebody’s daughter, sister or niece. Music gave me a profession. It brought me a great love and, when it ended, it filled the void with an incentive to live more fully as a person, not an appendix. It liberated me as a woman, it forged my independence of mind and spirit. Music stimulated my creativity and gave me a sense of confidence and inner serenity.” 

Cathy Berberian

 

„Das eigentliche Ziel der Befreiung der Frauen besteht nicht einfach darin, der männlichen Unterdrückung zu entfliehen. Wie wäre es mit der Befreiung von unseren eigenen Trips wie Ignoranz, Gier, Masochismus, Gottesfurcht und sozialen Konventionen?“

Yoko Ono

 


Tramontana Trio

 Tramontana hat sich zum Ziel gesetzt, die Erfahrung eines Kammermusik-Anlasses neu zu erfinden, die „Konzert-Landschaft“ neu zu gestalten. Ohne auf unsere Individualitäten zu verzichten, treffen wir uns in einer gemeinsamen Richtung, nämlich: innovative, sozial engagierte und performative Formate anzubieten ist unsere Intention.

Mathilde Bernard

hat sich in jungen Jahren die Harfe als Gefährtin für Abenteuer ausgewählt. Sie hat in ihrer Heimatstadt Bordeaux und dann an der „Musikene“ in San Sebastián Musik studiert. Mathilde hat ihren Master in Théâtre Musical erfolgreich mit ihrer Kreation „Entre-Deux“ an der HKB bei Hélène Breschand und Angela Bürger abgeschlossen. 

Während sie ihre Tätigkeit als klassische Musikerin in Orchestern weiterführt, definiert sie sich heute als Performerin, Improvisatorin und Komponistin. Im Bereich des Neuen Musiktheaters hatte sie ein Engagement beim Acht Brucken Festival in Köln mit der Interpretation von Das Glashaus von Hans Wutricht. 

Aurora Pajón

ist Querflötistin und Musiklehrerin. In Spanien und Finnland studierte sie ihren Bachelor und später absolvierte sie ihren MA in Musikpädagogik sowie auch die Suzuki Methoden Lehrausbildung in der Schweiz. Als Flötistin kombiniert sie seit 2016 die Querflötenlehre an der EJCM Delémont mit der Tätigkeit als freie Musikerin. So hat Aurora in diversen freien Projekten, von Konzertaufführungen bis hin zu Filmmusikaufnahmen teilgenommen. Ihr grosses Interesse für die zeitgenössische Musik und interdisziplinäre Kunstprojekte führte sie dazu, 2018 einen weiteren MA in Contemporary Art Practice an der HKB zu beginnen.  

Alejandra Martín

ist Bratschistin, Pädagogin und Musikvermittlerin. Ihren Bachelor hat sie an der baskischen Musikhochschule «Musikene» absolviert. Den Master in Musikpädagogik Klassik hat sie bei Patrick Jüdt 2016 an der Hochschule der Künste Bern (HKB) abgeschlossen. Musik empfindet Alejandra als wichtigen Impulsgeber für kulturelle und soziale Veränderungen in unserer Gesellschaft. Darum engagiert sie sich in verschiedenen Projekten, die Kindern die klassische Musik näher bringen, wie z.B. bei Superar Suisse. Sie ist Mitglied des Ensemble Galeria und „Das seltene Orchester“ und tritt regelmässig in Orchestern wie dem des Chors der Nationen, Ensemble de Joux oder Orchestre des Champs auf.